Pädagogisches Konzept

Der pädagogische Anspruch orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder 

Interkulturelle Bildung

Interkulturelle Bildung fördert bei allen Schülerinnen und Schülern die Entwicklung von Einstellungen und Verhaltensweisen, die dem ethischen Grundsatz der Humanität und den Prinzipien von Freiheit und Verantwortung, von Solidarität und Völkerverständigung, von Demokratie und Toleranz verpflichtet sind.

Wir sind als Schule an kultureller Vielfalt interessiert und setzen uns entsprechend der Empfehlungen des Kultusministeriums dafür ein, die Erfahrungsschätze der Kinder als kostbares Gut im Unterricht einzubinden.

Auf dieser Grundlage sollen die Schülerinnen und Schüler:

  • sich ihrer jeweiligen kulturellen Sozialisation und Lebenszusammenhänge bewusst werden;
  • über andere Kulturen Kenntnisse erwerben;
  • Neugier, Offenheit und Verständnis für andere kulturelle Prägungen entwickeln;
  • anderen kulturellen Lebensformen und -orientierungen begegnen und sich mit ihnen auseinandersetzen und dabei Ängste eingestehen und Spannungen aushalten;
  • Vorurteile gegenüber Fremden und Fremdem wahr- und ernstnehmen;
  • das Anderssein der anderen respektieren;
  • den eigenen Standpunkt reflektieren, kritisch prüfen und Verständnis für andere Standpunkte entwickeln;
  • Konsens über gemeinsame Grundlagen für das Zusammenleben in einer Gesellschaft bzw. in einem Staat finden;
  • Konflikte, die aufgrund unterschiedlicher ethnischer, kultureller und religiöser Zugehörigkeit entstehen, friedlich austragen und durch gemeinsam vereinbarte Regeln beilegen können.

In der Auseinandersetzung zwischen Fremdem und Vertrautem ist der Perspektivwechsel, der die eigene Wahrnehmung erweitert und den Blickwinkel der anderen einzunehmen versucht, ein Schlüssel zu Selbstvertrauen und reflektierter Fremdwahrnehmung. Die durch Perspektivwechsel erlangte Wahrnehmung der Differenz im Spiegel des anderen fördert die Herausbildung einer stabilen Ich-Identität und trägt zur gesellschaftlichen Integration bei. Eine auf dieser Grundlage gewonnene Toleranz akzeptiert auch lebensweltliche Orientierungen, die mit den eigenen unvereinbar erscheinen, sofern sie Menschenwürde und -rechte sowie demokratische Grundregeln achten.

Die Schule allein ist mit der Lösung des gesellschaftlichen Anspruchs, gleichberechtigtes Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheit zu gewährleisten, überfordert. Sie kann allerdings dazu beitragen, dass Minderheiten vor Ausgrenzungen geschützt werden und kulturelle Vielfalt als Bereicherung und wünschenswerte Herausforderung empfunden wird.

Eine so verstandene interkulturelle Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für alle Kinder und Jugendlichen, für Minderheiten und Mehrheiten; sie trägt zur privaten und beruflichen Lebensplanung bei und hilft, die Lebenschancen der nachfolgenden Generationen zu sichern." (Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule, Empfehlung der Kultusministerkonferenz, Bek.d. MK v. 25. 2. 1997)

Seit Anfang 2011 nimmt die Schule am niedersachsenweiten DaZ-Net-Projekt teil, um sich dem Schwerpunkt "Sprachliche Schwierigkeiten von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund" in besonderer Weise widmen und fortbilden zu können.