Pädagogisches Konzept

Der pädagogische Anspruch orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder

Englischunterricht

Angesichts der Tatsache, dass nicht nur die Länder Europas, sondern die der ganzen Welt in zunehmendem Maße zusammenwachsen und die darin lebenden Gesellschaften vielsprachig und multikulturell sind, kommt dem Verstehen einer fremden Sprache zunehmende Bedeutung zu. Es ist daher sinnvoll, bereits Kinder im Grundschulalter für Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Sprachen und Kulturen zu sensibilisieren und eine offene und aufgeschlossene Haltung gegenüber anderen Sprach- und Kulturgemeinschaften zu fördern, zumal sie fremde Sprache im täglichen Umgang mit anderssprachigen Mitschülern und Mitschülerinnen erfahren. Weitere Kenntnisse mit fremden Sprachen werden außerschulisch auf Reisen und durch den Umgang mit Medien erworben. Mit dem Erlernen einer Sprache in der Grundschule werden für die Schüler und Schülerinnen die Grundlagen gelegt, um an ihrem zukünftigen gesellschaftlichen und beruflichen Leben kommunikativ qualifiziert teilnehmen zu können.

Unter dem Aspekt, dass sich die englische Sprache als allgemein anerkannte Gebrauchssprache in vielen Bereichen etablieren konnte, war es folgerichtig sie als zu erlernende Pflichtsprache in der Grundschule einzuführen.
In Niedersachsen hat das Erlernen einer Fremdsprache in der Grundschule Tradition.

Von 1966 - 1983 gab es in den Regionen Hannover, Braunschweig und Lüneburg entsprechende Schulversuche in 3. und 4. Klassen mit durchaus positiver Resonanz. Obgleich wünschenswert konnte damals eine flächendeckende Einführung des Englischunterrichts nicht realisiert werden.

Erst als 1985 die EG den Beschluss fasste, 1992 den Europäischen Binnenmarkt einzuführen, kam es erneut zu einer Diskussion bezüglich der Einführung des verbindlichen Fremdsprachenlernens in der Grundschule. Die weitere bildungspolitische Entwicklung führte dazu, dass im Schuljahr 1999/2000 das Reformprojekt der Landesregierung die "Verlässliche Grundschule" eingeführt wurde. Wesentlicher Bestandteil dieses Projektes ist das verbindliche Erlernen einer Fremdsprache in der Grundschule. Somit ist das Erlernen einer fremden Sprache in den Klassen 3 und 4 der Grundschule nunmehr Pflicht. Hierfür wurden den Schulen wöchentlich jeweils zwei Wochenstunden pro Klasse der Jahrgänge 3 und 4 zugewiesen.

Dass das Erlernen der englischen Sprache in unserer Schule für wünschenswert und erforderlich gehalten wurde, zeigte sich im Schuljahr 2000/01, wo zunächst im ersten Halbjahr im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft das Erlernen der englischen Sprache für die 4. Klassen angeboten wurde. Die Resonanz bei Schülern und Eltern war positiv, so dass im zweiten Halbjahr aufgrund der Nachfrage eine zweite Arbeitsgemeinschaft eingerichtet wurde.

Mit Beginn des Schuljahres 2001/2002 erhielt die Grundschule Nadorst auf Antrag den Status einer "Verlässlichen Grundschule". Für die Klassen 3 und 4 wurde damit das Erlernen der englischen Sprache Pflicht. Entsprechend qualifizierte Lehrkräfte aus dem Kollegium konnten sofort kompetent den Unterricht im erforderlichen Zeitrahmen übernehmen.

In Abstimmung mit den "Didaktisch-methodischen Empfehlungen für das Fremdsprachenlernen in der Grundschule" wurde das Lehrwerk "Playway" (Klett-Verlag) zeitgleich eingeführt, das durch sein multimediales Konzept einen lebendigen, altersangemessenen Unterricht ermöglicht. Dabei wurde übergangsweise der Jahrgang 4 mit dem Lehrbuch des 3. Schuljahres unterrichtet.

Mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 wird mit dem Lehrwerk jahrgangsentsprechend unterrichtet.

Aufgrund neuerer lernpsychologischer Erkenntnisse, dass Kinder eine Fremdsprache in einem ganzheitlichen Prozess aufnehmen, wobei die Fertigkeiten für diesen Prozess bereits beim Erwerb der Muttersprache erworben wurden, baut das Lehrwerk auf diesen Grundlagen auf.

In der Grundschule geht es im Wesentlichen um die Entwicklung des Hörverstehens und der Freude am Erwerb einer fremden Sprache. Die Schriftsprache erhält ihre Wertigkeit zu einem späteren Zeitpunkt.

Videos motivieren die Kinder, die Fremdsprache durch narrative oder dialogische Kontexte verstehen zu wollen. Da das intensive und häufige Hören der Fremdsprache in authentischer Aussprache und Intonation eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung der Sprechfertigkeit der Kinder ist, kommen CDs zum Einsatz auf denen verschiedene "native speakers" zu hören sind. Geschichten, Reime, Lieder und Sketche mit lustigen Inhalten und ansprechenden Rhythmen und Melodien fördern die Freude an der Sprache und motivieren die Sprechbereitschaft der Kinder. Sprache und Handeln werden im Spiel miteinander verknüpft, so dass in einem angstfreien Raum in spielerischer Form die Sprache erlernt werden kann.

Mit Freude und Begeisterung beleben die Kinder mit ihren Beiträgen aus dem Englischunterricht mittlerweile Schulfeiern und machen die jüngeren Mitschüler und Mitschülerinnen neugierig auf die englische Sprache.