In allen Klassenstufen gibt es eine Integrationsklasse mit unterschiedlichen Formen sonderpädagogischen Förderbedarfs. Der Integrationsgedanke wird vom Kollegium, der Elternschaft und der Stadt Oldenburg getragen.
Integrative Beschulung und der gemeinsame Unterricht orientieren sich an folgenden Zielen:
Die Förderung im Unterricht der Klasse soll dem Kind Möglichkeiten bieten, aus Lernangeboten auszuwählen, was seiner Entwicklung angemessen ist. Es werden Lernsituationen geschaffen, die geeignet sind, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Kinder unter Anerkennung individueller Leistungsmöglichkeiten und Grenzen zu stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen und zu erweitern. Um eine erfolgreiche Arbeit zu ermöglichen, ist von Fall zu Fall die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen wie Therapeuten, Ergotherapeuten, Jugendamt, Sportvereinen oder Beratungsstellen notwendig.
Kinder mit diesem Förderbedarf haben in der Regel Schwierigkeiten der Selbststeuerung und des angemessenen Umgangs mit Regeln. Für sie wird der Erziehungsauftrag der Schule im Vordergrund stehen. In der Regel gilt es darüber hinaus, Lernbereitschaft wieder anzuregen und durch ein hohes Maß an Verständnis und besonderer persönlicher Zuwendung zu versuchen, diese Kinder für schulisches Lernen wieder zu gewinnen und Leistungsfähigkeiten zu entwickeln. Einzelne Fächer könnten hier eine besondere Bedeutung haben. Diese Kinder nehmen an Jungen- oder Mädchenprojekten zur Förderung der Selbstwahrnehmung, der Selbstdarstellung und dem Erwerb sozialer Kompetenzen teil.
Individuelle Förderung von Kindern mit Sprach- und Sprechauffälligkeiten bedeutet:
Kinder mit einem Förderbedarf im Bereich des Lern- und Leistungsverhaltens haben trotz vielfältiger Anstrengungen ihr Versagen gegenüber eigenen Ansprüchen sowie denen ihrer Eltern bzw. Erziehungsberechtigten erlebt. Bei ihnen sind Fehler nicht mehr notwendige Vorstufen des Könnens, sondern mächtige und nachhaltige Erfahrungen, die sie an ihrem Können und darüber hinaus auch an ihrem Wert zweifeln lassen.
"Die Berücksichtigung und die Beantwortung von Misserfolgsängsten ist nach unseren Erfahrungen eine wichtige Voraussetzung der Förderung bei Kindern mit manifesten Störungen" (Kretschmann: Erlebnisbezogene Lese- und Schreibförderung. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 7/98, S. 309). In dieser Phase spielen kontinuierliche Gespräche mit den Eltern oder Erziehungsberechtigen und ihre Beratung eine wichtige Rolle.
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit dem Schwerpunkt Lernen können in Teilbereichen durchaus vergleichbare Leistungen zeigen. Eine zieldifferente Förderung mit Verbleib in der Grundschule kann sich diesen Aspekt wirkungsvoller zu Nutze machen. Die Schüler und Schülerinnen haben die Chance, Beeinträchtigungen zu kompensieren und sich als gleichwertiges Mitglied der Lerngruppe zu erfahren, d. h. die soziale Integration ist in jedem Fall Ziel der Arbeit!
Kinder mit dem Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung" haben in der Regel einen hohen Förderbedarf in den entwicklungs- und handlungsorientierten Lernbereichen. Sie benötigen u. a. besondere Trainingsprogramme in den Bereichen Selbsthilfe und Selbstversorgung sowie besondere lebenspraktische Übungen zur Unterstützung in den Bereichen des täglichen Lebens.
Die umfangreichen Fördermaßnahmen sind nur in Kooperation mit Eltern und Therapeuten realisierbar. Der Einsatz von einer Integrationshelferin für pflegerische und betreuende Bereiche ist in einigen Fällen angezeigt. Neben der integrativen Beschulung im Klassenverband findet eine Förderung in Kleingruppen oder eine individuelle Förderung in Form innerer Differenzierung statt.
Das "Lernen mit allen Sinnen" und die Förderprogramme fördern nicht zuletzt das Verständnis vom individuellen Anderssein und sind somit eine tragende Brücke zur sozialen Integration dieser Menschen.
Kinder mit Beeinträchtigungen in ihrer körperlichen und motorischen Entwicklung benötigen aufgrund ihrer physiologischen Entwicklung, ihrer Einschränkungen in den motorischen und sensorischen Erfahrungen und Wahrnehmungen häufig im kognitiven Bereich besondere Unterstützung. Für die integrative Arbeit in der Grundschule sind auch der Aspekt der Hinführung zur Selbstständigkeit bei der Verrichtung der elementaren Lebensbedürfnisse besonders zu berücksichtigen. Die Kinder werden dahin geführt, dass sie ihre Verhaltensweisen, die ihnen adäquates Lernen und eine soziale Eingliederung erschweren, situationsangemessen einüben und mit den anderen gemeinsame Ziele anstreben und verwirklichen.