Allen Schülerinnen und Schülern soll eine begabungsgerechte individuelle Förderung ermöglicht werden. Deshalb hat das Förderkonzept der Grundschule Nadorst die Schwerpunkte,
Im Rahmen der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung ab Jahrgang 2006/07 werden die Lernstände aller Schüler mit einheitlichen Beobachtungsbögen protokolliert. Weiterhin werden auch in den anderen Jahrgängen durch Lernzielkontrollen und die begleitende Beobachtung im Unterricht die Lernstände der Schüler regelmäßig festgehalten. Eine differenziertere Diagnose wird im Deutschbereich gegebenenfalls durch diagnostische Bilderleisten (Dummer-Smoch) und durch die Hamburger Schreibprobe durchgeführt. Lernschwierigkeiten und Lernlücken, aber auch besondere Begabungen werden so zeitnah beobachtet und können geeignet gefördert werden.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kindern mit besonderen
Lernerschwernissen und Verhaltensauffälligkeiten nachhaltig
geholfen werden kann, wenn ihnen frühzeitig Unterstützung und
Hilfe, d. h. adäquate Fördermaßnahmen, angeboten werden
können. Geschieht das nicht frühzeitig, entwickeln Kinder mit
Lernproblemen in der Auffassung, im Lerntempo, der Wahrnehmung, der
Motorik oder der Sprache schnell ein negatives Selbstkonzept. Ein
Defiziterlebnis zieht das nächste nach sich, eine defizitäre
Erfahrung wird auf andere Lernsituationen übertragen. Hat ein Kind
dann erst eine misserfolgsorientierte Einstellung entwickelt, kann ihm
im Regelunterricht nur noch schwer geholfen werden.
In den ersten Wochen zu Beginn des neuen Schuljahres wird zur Optimierung des
Schulanfangs die Lernausgangslage aller Schulanfängerinnen und
Schulanfänger überprüft. Die Förder- und
Stützmaßnahmen der Erstklassenkinder basieren dann auf der
Auswertung der Ergebnisse aus den Bereichen Wahrnehmung, Motorik und
Sprache und dem Erkennen von logischen Zusammenhängen sowie dem
Umgang mit Zahlen, einfachen Rechenoperationen und der
Laut-Buchstaben-Zuordnung. Bei einzelnen, besonders auffälligen Kindern,
erfolgen weitere diagnostische Untersuchungen. In Teamgesprächen werden
die inner- und außerschulischen Fördermaßnahmen festgelegt und
in individuellen Förderplänen schriftlich festgehalten.
Treten im Laufe der weiteren Schulzeit Schwierigkeiten auf, reagiert die
Lehrkraft direkt durch binnendifferenzierende Maßnahmen. Besteht spezifischer
Beratungsbedarf bieten die Förderschullehrkräfte der Schule niederschwellige
Hilfen und zeigen Förderwege auf.
Auch Kinder mit besonderen Begabungen sollen entsprechend ihrer Lern-,
Leistungs- und Interessenbereiche in Kleingruppen individuell gefördert
und gefordert werden, um keine Schulunlust oder Verhaltensauffälligkeiten durch
Unterforderung zu entwickeln. Die Diagnostik erfolgt hier zunächst über die
Klassenlehrkräfte. Eine Förderschullehrerin ist zusätzlich Ansprechpartnerin
für den Bereich "Besondere Begabungen", sie berät und koordiniert
Zusatzangebote.
Nach dem Erfassen des individuellen Lernstandes kann eine
handlungsorientierte Förderung auf dem ermittelten Niveau erfolgen
und die nächsten Lernschritte bestimmt und angestrebt werden.
Um Kindern aus ihrem misserfolgsgewohnten
Denken heraus zu helfen, sie zu einem erfolgsorientierten Lernen zu
bringen, liegt unser Ansatz des Förderns nicht primär auf
einem Lernprogramm, das versucht, die Defizite aufzuarbeiten. Das
Förderkonzept setzt bei dem an, was ein Kind bereits kann,
wofür es motiviert ist, Interesse hat. Das bedeutet z. B. für
ein lese-rechtschreibschwaches Kind zunächst die Entwicklung der
Lese- oder Schreibmotivation an sich. Bei diesen Kindern ist
erfolgreiches Fördern immer auch ganzheitliches Fördern, das
die gesamte Persönlichkeit des Kindes mit allen Stärken und
ihm eigenen Fähigkeiten und seiner Lernbiographie
berücksichtigt.
Es gibt folgende Fördermaßnahmen:
Regelmäßig werden die Lernstände der Kinder in Lernzielkontrollen überprüft. Außerdem gibt es eine externe Evaluation durch die landesweite Vergleichsarbeit im dritten Jahrgang, die abwechselnd in Deutsch und Mathematik durchgeführt wird. Die einzelnen Fördermaßnahmen werden in Klassen- und Fachkonferenzen regelmäßig überprüft, ihre Inhalte modifiziert und ggf. überarbeitet.
Der Schulvorstand führt jährlich eine Eltern- und Schülerbefragung in den abgehenden vierten Schuljahren durch. Alle zwei Jahre nehmen auch die Lehrkräfte daran teil.